Typographie auf Webseiten

10.06.2010
Neue Möglichkeiten in der Typographie auf Webseiten – Google Font Preview

Typographie auf Webseiten war bisher ein komplexes Thema, war man doch entweder auf die wenigen Standardschriften wie z.B. Arial, Times und Verdana angewiesen, die bei allen gängigen Betriebssystemen vorhanden sind - oder Texte mussten aufwendig als Bild- oder Flashdatei eingebunden werden. Zu vermeiden war es kaum, dass Webseiten je nach Browsertyp und Betriebsystem unterschiedlich dargestellt wurden.

Texte als Bild- oder Flashdateien einzubinden führt zusätzlich zu dem Problem, dass Suchmaschinen deren Inhalte nicht lesen und indexieren können.

Inzwischen zeichnet sich eine Wende zum Besseren ab. Moderne Browser bieten die Möglichkeit, Schriften über Style Sheets einzubinden, die nicht auf dem Rechner des Webseitenbesuchers installiert sind. Diese Methode wird von allen moderneren Browsern unterstützt. Ältere Browser, wie den Internet Explorer 6, ersetzen dann leider wie bisher die gewünschte Schrift durch eine Standard-Systemschrift. Da der Marktanteil dieser älteren Browser aber immer kleiner wird und viele große Firmen wie Youtube, Google und sogar Microsoft selbst, diese auf ihren Webseiten nicht mehr unterstützen wollen, ist dies inzwischen vertretbar.

Wichtig bei dieser Methode ist allerdings, dass man nur solche Schriften verwendet, bei der das Copyright geklärt ist. Die Schrift wird dem Surfer auf der Webseite ja gewissermaßen zur Verfügung gestellt. Bei einigen Schriften werden leider dann Rechte verletzt.

Einen guten Eindruck über die Möglichkeiten, die moderne Browser im Bereich Typographie bieten, zeigt die Webseite Font Preview von Google Font Directory.

Hier bietet Google die Möglichkeit, Schriften auszuwählen, zu modifizieren und einen passenden CSS-Code direkt in die Webseite zu integrieren. Die Schriftdatei muss hierbei nicht mal auf der eigenen Webseite installiert werden. Der Browser greift automatisch auf die bei Google gespeicherten Schriften zurück.